Freitag , 15 Dezember 2017
Breaking News
Home >> Gesundheit & Krankheiten >> Krankheiten >> Gefährliches Virus in der Karibik – wie sicher sind wir?

Gefährliches Virus in der Karibik – wie sicher sind wir?

Virus aus der Karibik - Anzeichen und mehrErstmals vor knapp einem Jahr brach es aus in Lateinamerika – das Chikungunya- Fieber. Seither forderte es über 100 Todesopfer, daneben gelten viele hunderttausend Menschen als infiziert. Doch wie sicher sind wir in Deutschland vor dem von Mücken übertragenem Virus?

Chikungunya Fieber in der Karibik – das macht der Virus

Neben Fieber verursacht dieser Virus auch starke Gelenks – und Muskelschmerzen. In Deutschland bezeichnet man die an diesem Virus erkrankten Menschen auch als gebeugter Mann, da sie vor lauer Schmerzen nicht einmal in der Lage sind gerade zu stehen, geschweige denn zu gehen. Handelt es sich bei dem Patienten um einen ohnehin schon recht geschwächten Menschen, so stehen die Chancen, dass dieser die Virusinfektion überlebt mehr schlecht als recht. Eben jenes Virus, das durchaus tödlich enden kann, ist aktuell sowohl in Lateinamerika als auch in der Karibik auf dem Vormarsch. Als Problematisch wird derzeit nicht nur von Experten die Tatsache angesehen, dass es momentan weder einen Impfstoff noch wirksame Medikamente gegen dieses Virus gibt.

Übertragen wird das Virus, das eine starke Fiebererkrankung nach sich zieht, von den Mücken. In letzter Zeit werden Krankheitsfälle aus immer mehr Ländern gemeldet. Wenngleich das Zentrum dieses Fiebers nach wie vor in der Karibik zu finden ist, scheint es sich dennoch auch in Mittelamerika rasant auszubreiten. Erste Todesfälle wurden in der letzten Woche auch aus Südamerika gemeldet.

So starb in Kolumbien ein knapp einjähriges Kind an dieser Viruserkrankung, daneben meldeten die Behörden dort gleich 49 weitere Erkrankungen. Eine hohe Zahl, die an Bedeutung verliert, wird der Blick ins Nachbarland Venezuela gerichtet, wo die Zahl der Infizierten mit 400 angegeben wird. Selbst Brasilien meldet erste Fälle. Hier stieg die Zahl der Erkrankten in nur einer Woche von zwei Fällen auf gleich 16 an.

Seit im Dezember des vergangenen Jahres der erste Fall des Chikungunya Fiebers bekannt wurde, wurden von der OSP, der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation bereits über 10.000 Erkrankungen gemeldet.

Weltweite Ausbreitung möglich?

Ursprünglich kam das Virus aus dem südlichen und östlichen Teil Afrikas, sowie aus Indien und Südostasien. Experten zeigen sich beunruhigt angesichts der Tatsache, dass eine Ausbreitung nun bis nach Amerika stattfand. Allein in El Salvador gehen die Gesundheitsbehörden von aktuell knapp 30.000 Infizierten aus. Diese Zahl übersteigt die von der OPS gemeldeten Fälle noch um Einiges. Über 17.000 Fälle seine alleine in der Hauptstadt San Salvador bekannt. Meldungen der OPS zufolge weitet sich das Virus auch auf Costa Rica, Panama und Nicaragua aus.

Eine Ausbreitung des Virus scheint in erster Linie von den klimatischen Bedingungen, der tropischen Hitze, begünstigt zu werden. Damit ähnelt diese Viruserkrankung dem Denguefieber, beide werden von den Mückenarten Aedes albopictus und Aedes aegypti übertragen.

Somit kann sich das Virus rein theoretisch überall dort ausbreiten, wo auch Mücken sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Urlauber oder Tourist diese Mücken auch mit zu uns bringt, ist zwar gering, dennoch gegeben. Auch wenn sich die Verbreitung momentan in dem Raum um Karibik und Südamerika bezieht, so ist es doch wahrscheinlich, dass es auch den Sprung nach Europa schafft. Da heißt es nun Vorsicht, Vorsicht, Vorsicht. Günstig für uns kann sein, dass es in unseren Breitengraden nun wieder abwärts geht mit den Temperaturen und die Mückenzeit sich langsam dem Ende zuneigt. Bleibt zu hoffen, dass es bald schon wirksame Medikamente gegen dieses Virus gibt.

Auch wenn es im Normalfall nicht unbedingt immer tödlich verläuft, vor allem für alte und ohnehin schon kranke Menschen wie auch für Kinder stellt das Chikungunya Fieber eine enorme Gefahr dar. In den betroffenen Ländern liegt die Zahl der Opfer weit höher, da es hier aufgrund der unzähligen Fälle kaum mehr ausreichend Platz in den Krankenhäusern gibt. Auch die Ärzte sind für dieses Ausmaß der Erkrankungen zu wenig.

About Team Immer-gesund.eu

Wir sind interessiert am Thema Gesundheit und wollen unser Wissen gerne unseren Lesern weitergeben. Solltest du Fragen haben nutze unser Kontaktformular. Gerne beantworten wir dir Fragen rund um Gesundheit, Wellness und andere Dinge die dich beschäftigen...

Check Also

Mittel gegen heuschnupfen

Mittel gegen Heuschnupfen – Was hilft wirklich dagegen?

Inzwischen leiden ca. 20% mehr Menschen an Heuschnupfen als vor einigen Jahren. Das liegt wohl …

Kommentar verfassen